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Die Legende und Prophezeiung 
der Erdenhüter-Kristalle


Buch von Wolfgang Hahl, Die Erdenhüter-Kristalle 
ISBN Nr. 3894271558

Als die Erde noch sehr jung war und am Anfang ihrer Entwicklung stand, war sie völlig bedeckt mit Wasser und es fand sich noch kein Land, auf dem Lebewesen hätten wohnen können. In diesem jungfräulichen Zustand wurde sie von einer Gruppe „Kachinas“, machtvollen Lichtwesen, entdeckt, die sich auf einer Sternenreise durch die Himmel befanden. Diese fanden Gefallen an dem wunderschönen Blauen Planeten und beschlossen, ihn bewohnbar zu machen und mit allerlei Lebewesen zu bevölkern. Doch dazu war es notwendig, Land zu erschaffen, das über das Wasser hinausragen würde, und so erschufen sie über lange Zeit und mit vereinten geistigen Kräften einen riesigen Kontinent, indem sie die Landmassen unter Wasser dazu brachten, sich über die Wasseroberfläche hinaus zu bewegen. Dieses Land wurde seit alters her die „Schildkröten-Insel“ genannt, da es sich wie der Panzer einer im Wasser treibenden Schildkröte über die Wassermassen erhob.

Die „Kachinas“ verfügten über enormes Wissen und Kräfte, und nichts war ihnen unmöglich. So erschufen sie den Menschen und gaben ihm als Brüder vielerlei Tiere und als Schwestern Bäume und Pflanzen hinzu, um gemeinsam in Liebe und gegenseitigem Respekt auf der Schildkröten-Insel zu leben. Sie sahen, dass alle diese Wesen gut gediehen, und weil sie Freude daran hatten, schufen sie mehr und mehr Arten von Lebewesen, die die Schildkröten-Insel bevölkern sollten. Ihr Ziel war es, so viele Wesen darauf zu erschaffen, wie es Sterne am Himmel gab, so dass die Schildkröten-Insel ein Abbild des gesamten Universums sein sollte. Diese Lichtwesen kannten keine Zeit. Für sie war das Gestern, Heute und Morgen in Wahrheit eins. Deshalb konnten sich auch sehen, was sich in den zukünftigen Tagen der Erde ereignen würde, und wurden daraufhin bestürzt und traurig. Sie hatten den Menschen viel von ihren eigenen Fähigkeiten mitgegeben und sie ihnen am ähnlichsten gestaltet, weshalb sie sie auch die Kinder der Mutter Erde nannten, da sie mit dem Erdgeist noch verwandt waren und die Erde deren Mutter sein sollte, die immer für sie sorgen würde.

Doch dann sahen sie, dass sich eines Tages ausgerechnet als einige Wesen die Kinder der Erde gegen ihre Mutter wenden und versuchen würden, diese umzubringen. Sie sahen, wie die Menschen ihre Brüder, die Tiere, und ihre Schwestern, die Pflanzen, in immer grösserem Ausmass töten und versuchen würden, auch ihre Mutter umzubringen, indem sie tausende grosser Speere in ihren Leib bohrten und sie mit Feuer vernichten wollten.

Dies aber durfte nie geschehen, und entsetzt berieten die „Kachinas“, was zu tun sei, um dies zu vermeiden. Bisher waren die Menschen gut geraten, sie verehrten ihre Mutter, respektierten ihre Geschwister und brachten ihren Schöpfern Dank und Opfergaben dar. Es gab deshalb keinen Grund, sie wieder von der Schildkröten-Insel zu entfernen. Doch war für die „Kachinas“ zu sehen, dass sie sich eines Tages untereinander bekämpfen und bekriegen würden, so dass die Schildkröten-Insel sogar in mehrere Teile zu zerbrechen drohte. Doch nicht einmal dann wurden die Menschen Halt machen, sondern in ihrer Zerstörungswut so weit gehen, dass sogar die einzelnen Teile der Insel verwüstet, die Wasser unrein und alle darin lebenden Wesen getötet würden, bis zum Schluss selbst ihrer eigenen Mutter von ihren Kindern der Todesstoss versetzt würde.

Dies konnte man nicht zulassen, und so kamen die mächtigen Lichtwesen nach langer Beratung zu diesem Schluss: Da sie, nachdem ihre Arbeit beendet war, wieder weiter zu anderen Sternen reisen würden, sollte eine Gruppe von ihnen auf der Erde zurückbleiben, um die Entwicklung der Menschen zu beobachten und, wenn es geboten schien, in ihre Handlungen eingreifen und sie von ihrem zerstörerischen Werk abbringen. Doch dazu mussten sie selbst in einem Körper auf der Erde verweilen, um zu warten, bis ihre Sternenbrüder eines Tages von ihrer Reise zurückkehren würden, um sich wieder mit Ihnen zu vereinen.

Die Körper aller auf der Erde wohnenden Wesen aber waren schwach und zerfielen schon nach kurzer Zeit. In keinem dieser Körper würden sie eine solche lange Zeit bestehen können, und ausserdem waren alle diese Körper nicht geeignet, um das unendliche Licht dieser Wesen aufnehmen und fassen zu können. 

So beschlossen die „Kachinas“ sich ihre eigenen Körper auf der Erde zu schaffen, die unvergänglich sein würden und zudem ihr eigenes, unendliches Lichtwesen umfangen könnten. In diesen wollten sie als stille Beobachter tief in der Erde verweilen, bis zu jener Zeit, in der die Kinder der Erde danach trachten würden, ihre eigene Mutter umzubringen. Wenn diese Zeit gekommen sei, beschlossen sie, vereint dann die Erdoberfläche zu treten, ihr geistiges Licht mit aller Macht zu verströmen und die Menschen von ihrem zerstörerischen Handel abzubringen und Mutter Erde selbst mit aller Kraft zu beschützen. Sollte dies tatsächlich jemals eintreten, würden sie alle ihre unendliche geistige Kraft aktivieren, die ihnen zur Verfügung stand, da sie sich für ihre eigene Schöpfung verantwortlich fühlten. Sie beschlossen, ihre Sternenbrüder ebenfalls zu Hilfe zu rufen, so dass diese zurückkehren würden. Als dieser Beschluss gefasst war, machten sich die „Kachinas“ ans Werk und schufen sich unvergängliche Körper in Form riesiger Bergkristalle, die fähig waren, ihr unendliches Lichtwesen aufzunehmen und tief in der Erde versteckt wurden, so dass kein Mensch sie jemals finden würde. 
In diesen wollten sie so lange ruhen, bis einer Tages der Geist der Erde selbst sie zu Hilfe rufen würde, wenn ihre Kinder ihr nach dem Leben trachteten. Erst dann, so beschlossen sie, würden sie gemeinsam aus der Erde treten, um ihr unendliches Licht zu verströmen, die Erde zu schützen und zu heilen und ihre Kinder wachzurütteln, so dass sie ihr Verhalten ändern und gemeinsam mit ihnen sich an der Heilung ihrer Mutter beteiligen konnten. Erst wenn dies geschehen und die gesamte Erde mit einem Netz aus Licht und Liebe überzogen sei, würde das begonnene Leid auf der ein Ende nehmen und alle Wesen einer goldenen Zeit entgegenblicken, in der alles Wissen und unendliches Licht sich nach allen Richtungen verströmen könnte. Dann wären die Menschen in der Lage zu erkennen, wer sie eigentlich waren und würden friedlich und brüderlich miteinander auf der Erde wandeln, die sie dankbar als ihre grosse Mutter wieder zu ehren beginnen konnten. So beschlossen es die „Kachinas“ und führen ihr Werk aus. 
Ein Teil von ihnen begab sich als gigantische Kristalle tief in die Erde, während der andere Teil seine Sternenreise fortsetzte. Doch zuvor ermahnten sie noch die auf der Erde lebenden Wesen, in Zukunft immer nach den natürlichen Gesetzen ihrer Mutter Erde zu leben und nie zu vergessen, dass sie deren Kinder seien sowie ihr regelmässig für ihre Gaben zu danken. Sie selbst versprachen, eines Tages zurückzukommen, um zu sehen, wie sich alle Wesen auf der Erde entwickelt hatten. Doch ihr Wissen, ihr Licht und ihre unendliche Weisheit würden fortan allen Menschen zur Verfügung stehen und über sie wachen. Da sie durch diese Kräfte erschaffen wurden, sollten sie sie als ihren geistigen Vater betrachten und als „Grossen Geist“ anrufen, wenn sie dessen Hilfe oder Weisheit benötigten. Ihnen wurde gesagt, dass sie auf „Orte der Kraft“ achten sollten, wenn sie zukünftig über die Erde wandelten, denn an diesen Plätzen, an denen sie eine besondere Kraft verspüren würden, sollte es für sie ein Leichtes sein, direkt mit dem „Grossen Geist“ zu sprechen und mit ihm in Verbindung zu treten.

Daraufhin verabschiedeten sich die grossen Lichtwesen und  setzten ihre Reise zu den Sternen fort. Bis heute warten deshalb alle Naturvölker auf die Rückkehr dieser grossen „Kachinas“, die sie liebevoll ihre „Sternenbrüder“ nennen, und hoffen auf das Erscheinen der „Erdenhüter“. Alle heute noch lebenden Indianer sind sich darüber einig, dass diese Zeit sehr nahe ist und ihre Prophezeiungen sich bald erfüllen werden, da die Zeichen dafür, die ihnen in den alten Prophezeiungen angekündigt wurden, zunehmend eintreten und sichtbar werden.

 

 

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